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KAMPAGNE
FÜR GUTES BIER
Die
Verbraucherinitiative für mehr Biervielfalt
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FACHWELT
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HEFE
Die
folgende Auflistung ist eine Übersetzung des Angebots an
Hefestämmen der Firma Wyeast Laboratories, Inc. in Hood River,
Oregon USA. Die Firma hat uns freundlicherweise die Genehmigung gegeben
diese Liste zu übersetzen und auf unserer WebSite zu
veröffentlichen.
Diese Liste ist einerseits für alle interessierten Fachleute
gedacht, sei es deutsche Forschungsinstitute und hefeherstellende und
vertreibende Unternehmen, die einen Abgleich mit Ihren Erfahrungen und
ihrem Angebot machen möchten und Brauereien, die vielleicht sich
zu neuen Bieren inspirieren lassen möchten. Ferner kann sich der
Halbprofi, sprich der Heimbrauer, informieren, welche Biertypen in den
U.S.A. gefragt sind.
Nach ein wenig Einsicht in diese Liste erkennt man schnell, dass die
Firma Wyeast auf Hefesorten
für ausdruckstarke Biersorten setzt, wobei eine Reihe von
bierkulturellen Ländern entsprechend gewürdigt werden,
für uns
Europäer allerdings fast unbekannte amerikanische Biertraditionen
auch Anerkenntnis finden.
Dem nicht-brauenden Verbraucher an sich gibt
es relativ zügig ein Bild, was hier bei der Herstellung von Bier
wichtig
ist und was für eine tragende Rolle die Hefe für die manchmal
unerahnbare Biervielfalt spielt.
Für Kontakt und Einsicht in die Originalliste, suchen Sie bitte
die WebSite www.wyeastlab.com
auf.
Untergärige Hefen
Saccharomyces Uvarum
Untergärige
Biere sind gewöhnlich heller und trockener als obergärige mit
einem geschmacklich etwas gradlinigerem Abgang. Untergärige Hefe
produziert bei kühlerer Gärung in der Regel eine
größere Menge an Schwefel, welche im Laufe einer
längeren Lagerphase wieder abgebaut wird. Dies ist besonders bei
den qualitativ hochwertigen Pilsner-Typen von Bedeutung.
Untergärige Hefe 2007 (Pilsner).
Ein klassischer amerikanischer Pilsner-Hefe-Stamm, glatt und malzig am
Gaumen. Vergärt trocken und gradlinig-frisch. Flockenbildung -
mittel;
Vergärungsgrad 71-75%,
Vergärungstemperatur: 9-13° C
Untergärige
Hefe 2035 (Amerikanisch). Ergebnis üppig,
kompliziert und aromatisch, für vielfältige geschmackliche
Eigenschaften und geeignet für eine Reihe von untergärigen
Bieren.
Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad 73-77%, Vergärungstemp: 9-14° C
Untergärige
Hefe 2042 (Dänisch). vollmundige, an
Dortmunder-Typ angelehnte Vergärung, trocken und gradlinig-frisch.
Weiches Profil betont
Hopfeneigenschaften. Flockenbildung - niedrig; Vergärungsgrad
73-77%, Vergärungstemp: 8-13° C
Untergärige Hefe 2112 (Kalifornisch).
Besonders geiegnet für typische West Coast Biere des 19.
Jahrhunderts. Typisch untergärige Eigenschaften auch bei
Temperaturen bis zu 18° C und ermöglicht Herstellung von
malzigen und besonders blanken Biere.
Flockenbildung - hoch; Vergärungsgrad 67-71%, Vergärungstemp:
14-20° C.
Untergärige Hefe 2124
(Böhmisch). (Hinweis: 34/70)
Wahrscheinlicher Ursprung: Weihenstephan,
Deutschland
Biersorten:
Pilsner,
Helles, Dunkles
Kommerzielle Beispiele können umfassen: Ayinger, Samuel
Adams, Stroh, (Sudwerk - Brauerei Hübsch, Davis, CA ?)
Einsatzmöglichkeiten
und Wirkungsweise:
Eine Hefe des Typs Carlsberg und einsetzbar für praktisch alle
untergärigen Biere auf der Welt. Geeignet für ein
ausgeprägt malziges Aroma mit etwas Esterbildung und einem
gradlinig-frischen Abgang. Gut ausbalanciertes Profil und für eine
Reihe von untergärigen Bieren geeignet. Vergärung bei den
üblichen Temperaturen für untergärige Biere. Besonders
geeignet für eine Diacetyl-Rast bei 14° C 24 Stunden nach
Abschluß der Gärphase. Auch geeignet für
pseudo-obergärige Biere mit
Gärtemperäturen von 24º C, um die Schwefelproduktion
einzudämmen.
Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad 69-73%,
Vergärungstemp: 9-14° C.
Untergärige
Hefe
2206 (Bayerisch). Findet bei vielen
deutschen Brauereien Verwendung, um ausgeprägt vollmundige und
malzigen Biere herzustellen. Gut geeignet für die Sorten Bock und
Doppelbock.
Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad 73-77%,
Vergärungstemp: 8-14° C.
Untergärige Hefe 2247 (Europäisch). Ermöglicht
sauber/gradliniges und trockenes Aromaprofil, gerade bei stark
gehopften Pilsner-Bieren. Mild aromatische Substanzen,
geringfügige Schwefelproduktion, trockener Abgang. Flockenbildung
-
niedrig; Vergärungsgrad 73-77%, Vergärungstemp: 8-13° C.
Untergärige Hefe 2272 (Nordamerikanisch).
Traditioneller Hefestamm für nordamerikanische und kanadische
untergärige Biere, hellen Pilsnern und ähnliche Biere.
Malziger
Abgang. Flockenbildung -
hoch; Vergärungsgrad 70-76%, Vergärungstemp: 11-14° C.
Untergärige
Hefe
2278 (Tschechische Pilsner).
Klassische Pilsner-Hefe-Stamm aus der Heimat des Pilsner-Bieres
für einen trockenen,
aber malzigen Abgang. Dieser Hefestamm ist speziell geeignet für
Pilsner und alle malzbetonten Biere. Der während der
Vergärung entstehende Schwefel verflüchtigt sich wieder mit
einer entsprechend langen Lagerung. Flockenbildung - mittel bis hoch;
Vergärungsgrad 70-74%, Vergärungstemp: 10-14° C.
Untergärige
Hefe 2308 (Münchner).
Ein
Hefestamm geeignet für besonders hochwertige untergärige
Biere.
Sehr mild, gut ausbalanciertes und vollmundiges Ergebnis. Besonders
geeignet für Temperatursteigerung nach der Vergärung, um eine
Diacetyl-Rast zu ermöglichen. Flockenbildung - mittel;
Vergärungsgrad 73-77%, Vergärungstemp: 9-13° C.
Obergärige Hefen
Saccharomyces Cerevisiae
Obergärige
Biere sind typischerweise komplex und körperreich mit
fruchtbetonten Geruch und Geschmack. Jeder Hefestamm hat einzigartige
Charakteristika, die abhängig vom Einsatz und Kombination der
Zutaten, sowie der Temperturführung die Eigenschaften betonen oder
abmildern.
Obergärige Hefe 1007 (Deutsch).
Wahrscheinlicher Ursprung: Düsseldorf,
Deutschland
Biersorten:
Alt,
amerikanische Weizenbiere
Kommerzielle Beispiele können umfassen: St. Stan Alt,
Schlösser Alt, Frankenheim Alt und Pinkus Alt
Einsatzmöglichkeiten
und Wirkungsweise: ene ausgeprägt
typische obergärige Hefe, wenig Esterbildung,
breite Temperaturtoleranz für den Einsatz für
verschiedene Biertypen. Kalte Vergärung, Vergärungstemp:
13° C (somit einige Eigenschaften von untergärigen Hefen
vorhanden, inkl. Schwefelgehalt). Dieser Hefetyp ist für trockene,
gradlinig-frische Biere gedacht. Bei Vergärung bei höheren
Temperaturen (Vergärungstemp: 21-24° C) entsteht eine kleine
Fruchtbetonung. Extrem ausgeprägt niedrige Flockenbildung, ohne
Behandlung, bzw. Filtration verbleibt Hefe in Suspension.
Plattenfiltration ist schwierig. DE-Filtration oder Zentrifugieren
könne Abhilfe schaffen. Entwicklung: Biere reifen ziemlich
schnell, selbst wenn kalte Gärung verwendet wird. Niedriges oder
kein
nachweisbares Diacetyl, theoretisches Vergärungsmaximum liegt bei
ungefähr 11% Alk. Vol.. Flockenbildung - niedrig;
Vergärungsgrad 73-77%, Vergärungstemp: 13-20° C.
Weizen-Hefe 1010 (Amerikanisch). Eine typisch
obergärige Hefe, trockene Vergärung, leicht säuerliche
und frische Biere. Ideal für Biere, in
denen ein niedriges Esterprofil wünschenswert ist, eine gute
Alternative zu Hefe für Alt und Kölsch, zusammen mit
amerikanischer
Art
Hefeweizen. Flockenbildung - niedrig; Vergärungsgrad 74-78%,
Vergärungstemp: 14-23° C.
Obergärige Hefe
1028 (London).
Komplexe Biere mit einem trockenen Abgang, mineralisches Profil,
frisch, mit leichter Fruchtbetonung. Wird häufig für Biere
mit
hohem spezifischen Gewicht verwandt, bzw. wenn für solche Typen
ein hoher Vergärungsgrad gewünscht ist. Flockenbildung -
mittel; Vergärungsgrad 73-77%, Vergärungstemp: 15-22° C.
Obergärige Hefe 1056 (Amerikanisch).
Wahrscheinlicher Ursprung: Balentine India Pale
Ale, USA
Biersorten:
American
Pale Ale, Brown Ale, Porter, Stout, IPAs
Kommerzielle Beispiele können umfassen: Sierra Nevada Ale,
Balentine IPA, St. Louis Pale Ale, Flatlanders
Einsatzmöglichkeiten
und Wirkungsweise:
Sehr saubere und klare Aromaeigenschaften. Niedriges Fruchtaroma und
geringe Esterbildung. Etwas Zitrusfrucht bei niedrigen
Gärtemperaturen von 15-19º C, Vielseitig einsetzbare Hefe,
Malz- und Hopfencharakter wird hervorgehoben. Flockenbildung ist
mäßig. Bessere Flockenbildung, wenn dunklere Malze zum
Einsatz kommen. Bei helleren Bieren normalerweise
Filtration notwendig. DE- oder Plattenfiltration
empfohlen. Flockenbildung - niedrig bis mittel; Vergärungsgrad
73-77%, Vergärungstemp: 15-22° C.
Obergärige Hefe 1084 (Irisch).
Wahrscheinlicher Ursprung: Dublin, Irland
Biersorten:
Dry Stout,
Milk Stout, Hafer Stout und Porter
Kommerzielle Beispiele können umfassen: Guinness, Beamish Stout und Murphy's Stout
Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweise:
Diese Hefe vergärt hervorragend in Würzen mit hohem
Röstmalzanteil. Bei kühlerer Gärführung entstehen
trockene und gradlinig-frische Biere, bei höheren Temperaturen
fruchtbetonte und komplexe Biere.
Bedeutender Anstieg der Esterbildung
mit Gärtemperaturen über 18º C, Flockenbildung ist
niedrig bis mäßig - Filtration in der Regel notwendig.
Theortisches Vergärungsmaximum ist bei 10-11% Alk. Vol.,
Vergärungsgrad 71-75%, Vergärungstemp: 16-22° C.
Obergärige Hefe 1098 (Britisch).
Dies ist ursprünglich eine getrocknete Hefe von Whitbread.
Geeignet für Biere mit einem klaren und neutralen Abgang, wobei
Malz- und Hopfennoten dominieren. Vergärung endet trocken und
gradlinig-frisch, etwas säuerlich und fruchtbetont, gut
ausbalanciert. Vergärung bis 18° C herab. Flockenbildung -
mittel; Vergärungsgrad 73-75%, Vergärungstemp: 18-22° C.
Obergärige Hefe 1099 (Whitbread).
Ein tendentiell malziges und etwas fruchtbetontes Gärungprofil;
nicht so säuerlich und trocken wie Hefe 1098, aber viel mehr
Flockenbildung. Keine
Filtration notwendig. Niedrige Gärtemperaturen verhelfen zum einem
Bier mit einem sauberen Abgang
mit sehr niedriger Esterbildung. Flockenbildung - hoch;
Vergärungsgrad 68-72%, Vergärungstemp: 18-24° C.
Obergärige Hefe 1187 (Ringwood).
Ein wahrlich großartige Hefe europäischen Ursprungs mit
einzigartigen Gärungs- und
Aromaeigenschaften. Eindeutiger Fruchtester und hohe Flockenbildung
liefern ein malziges kompliziertes Profil, keine Filtration notwendig.
Vollständige Diacetyl-Rast wird nach Abschluß
der Gärung empfohlen.
Flockenbildung - hoch; Vergärungsgrad 68-72%, Vergärungstemp: 18-23° C.
Obergärige Hefe 1214 (Belgisch) .
obergärige Hefe nach belgischer Abbay-Art, speziell anwendbar
für Biere/Würze mit hohem spez. Gewicht. Hohe Esterbildung,
sehr komplex, mit sehr hoher Toleranz gegenüber hohen
Endalkoholgraden.
Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad 72-76%,
Vergärungstemp: 14-24° C.
Obergärige Hefe
II 1272 (Amerikanisch).
Fruchtbetonter und höhere Flockenbildung als 1056, etwas
nußartig, weich, sauber,
etwas säuerlicher Abgang. Auffallender Hopfencharakter bei
höheren
Gärtemperaturen mit intensiver Fruchtbetonung. Flockenbildung -
hoch; Vergärungsgrad 72-76%, Vergärungstemp: 15-22° C.
Obergärige Hefe
1275 (Themse Tal).
Für die Herstellung von klassischen britischen bitteren
Bieren, komplexes Aromaprofil, sauberer, leicht malziger Charakter,
mäßige Fruchtbetonung, wenig Esterbildung, gut ausgeglichen.
Flockenbildung -
mittel; Vergärungsgrad 72-76%, Vergärungstemp:
16-22° C.
Obergärige Hefe 1318 III (London). Stammt von einer
traditionellen Brauerei aus London - ausgeprägtes Malz- und
Hopfenprofil. Wahrlich typische obergärige Hefe, fruchtig,
angenehm weich und ausgeglichen am Gaumen, Restsüße.
Flockenbildung - hoch; Vergärungsgrad 71-75%, Vergärungstemp:
18-23° C.
Obergärige Hefe
1332 (NorthWest). Eine obergärige
Hefe typisch für die Brauereien der amerikanischen
Nordwest-Bundesstaaten.
Zur Herstellung von malz- und leicht fruchtbetonten obergärigen
Bieren mit gewisser Komplexität. Flockenbildung - hoch;
Vergärungsgrad 67-71%, Vergärungstemp: 18-24° C.
Obergärige Hefe II 1335 (Britisch). Typisch für den
Einsatz von britischen und kanadischen obergärigen Bieren. Gute
Flockenbildung und malzigem Charakter, frischer Abgang, sauber und
annährend trocken. Flockenbildung - hoch; Vergärungsgrad
73-76%, Vergärungstemp: 17-24° C.
Obergärige Hefe 1338 (Europäisch). Stammt
ursprünglich aus einem wissenschaftlichen Institut aus
München. Für körperreiche und komplexe Biere und einem
sehr malzigem Abgang, sehr gut geeignet für englische Brown Ales
und Porter. Charakteristisch sind die dichten und "zerklüfteten"
Kräusen bei der Vergärung. Flockenbildung -
hoch; Vergärungsgrad 67-71%, Vergärungstemp: 16-22°
C.
Obergärige Hefe
1388 (Belgisches Starkbier).
Klassische Hefe für diese Art von Bier. Solides Aromaprofil mit
ausreichender bis guter Toleranz gegenüber hohen Alkoholgraden.
Fruchtbetonung am Gaumen, trockenes und frischer Abgang.
Flockenbildung - niedrig; Vergärungsgrad 73-77%,
Vergärungstemp: 18-24° C.
Obergärige Hefe 1728 (Schottisch).
Ideal für Ales nach schottischer Art und vielen obergärigen
Bieren mit hohem spez. Gewicht. Mit hohen Gärtemperaturen ist
Esterbildung möglich.
Flockenbildung -
hoch; Vergärungsgrad 69-73%, Vergärungstemp: 13-24°
C.
Obergärige Hefe
II 1762 (Belgisch Abbay). Hefestamm besonders
geeignet für Biere mit hohem spez. Gewicht. Auffallend gute
Ethanolproduktion, somit "wärmenden" Effekt. Etwas fruchtbetont
mit trockenem Abgang, niedriges
Esterprofil. Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad 73-77%,
Vergärungstemp: 18-24° C.
Obergärige Hefe 1968 (London ESB).
Wahrscheinlicher Ursprung: London, England
Biersorten:
Britisches
Pale Ale, Special Bitters
Kommerzielle Beispiele können umfassen: Fullers London Pride
und Greene Kings
Einsatzmöglichkeiten
und Wirkungsweise:
Die extreme Flockenbildung dieser Hefe produziert deutlich malzige
Biere. Der Vergärungsgrad ist hier in der Regel niedriger als bei
anderen Hefen, somit entsteht hier ein nicht so trockener Abgang.
Tendentiell sehr fruchtig. Die Fruchtbetonung erhöht sich mit
höheren Gärtemperaturen 21-23º C.
Diacetylproduktion ist wahrnehmbar somit ist eine vollständige
Rast bei 10-21º C notwendig. Hefe schließt Trub leicht ein
und Autolyse
ist möglich. Durch die gute Flockenbildung eignet sich diese Hefe
für die Holzfaßlagerung. Biere werden innerhalb weniger Tage
auffallend blank, in der Regel keine
Filtration notwendig. Alkoholtoleranz ungefähr bei 9% Alk. Vol..
Flockenbildung - hoch;
Vergärungsgrad 67-71%, Vergärungstemp: 18-22° C.
Obergärige Hefe
2565
(Kölsch).
Wahrscheinlicher Ursprung: Köln,
Deutschland
Biersorten:
Kölsch,
Fruchtbiere,
helle pseudo-untergärige Biere
Kommerzielle Beispiele können umfassen: Kess, Päffgen,
Mühlen
Einsatzmöglichkeiten
und Wirkungsweise: Eine typische
obergärige Hefe - ähnelt der Alt-Hefe. Üblicherweise
leicht fruchtbetonte, weinartige Eigenschaften. Fruchtbetonung steigt
mit erhöhter Temperatur. Niedrige oder keine nachweisbare
Diacetylproduktion. Gärt auch gut bei Temperaturen von 13-16°
C. Gut geeignet für die Herstellung von schnell trinkbaren
pseudo-untergärigen Bieren. Flockenbildung ist schlecht, somit ist
eine Filtration notwendig. Zusätzlich Lagerung für blankere
Biere hilfreich. Flockenbildung
-
niedrig; Vergärungsgrad 73-77%, Vergärungstemp:
13-21° C.
WEIZEN HEFEN
Saccharomyces Cerevisiae
Eine schier unglaubliche Vielzahl von
Aromen bieten verschiedene Weizen- wie auch belgische Bierhefen.
Intensive fruchtbetonte Esterbildung und Aromen dominieren dieses
Hefeprofil. Die Charakteristika werden durch höhere
Gärtemperaturen gefördert.
Weizen-Hefe 3056 (Bayrisch).
Dies ist eine Mischung aus verschiedenen obergärigen und
Weizenhefestämmen gedacht für die Herstellung von esterigen
und phenolischen Weizenbieren. Flockenbildung - mittel;
Vergärungsgrad
73-77%, Vergärungstemp: Hefe 18-23° C.
Weizen-Hefe 3068
(Weihenstephan). .
Wahrscheinlicher Ursprung:
Weihenstephan, Deutschland
Biersorten:
Deutsches Hefeweizen, Kristallweisse, Dunkle Weisse, Weizenstarkbier
kommerzielle
Beispiele können umfassen: Ayinger Weisse,
Tabernash Weizen, Sanwald,
Erdinger Weisse, Schneider Weisse
Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweise:
Dies ist die klassische Bierhefe für deutsches Weizenbier, so wie
sie von den meisten deutschen Brauern in der Herstellung von Weizenbier
eingesetzt wird. Bananenester, Phenole und Nelkenaroma sind
beherrscht. Extrem hochvergärende Hefe, die einen säuerlichen
und erfrischenden Abgang ermöglicht. Niedrige Flockenbildung der
Hefe,
schwebend gerade beim Einsatz von proteinhaltigem Weizenmalz.
Manchmal
kommt es zum zusätzlichen Einsatz von
untergäriger Hefe mit Aufkräusung, um trockenen Abgang zu
verbessern. Hoher CO2-Gehalt,
gewöhnlich bei
2,7 - 3,2 Atmosphärendruck, ist üblich und
wünschenswert. Bei dieser Hefe ist ein maximaler
Füllgrad des Gärgefäßes von 66%
notwendig.
Esterbildung wird erheblich durch Würzebelüftung
beeinflußt. Die Herstellung von
Kristallweizen erfordert
gewöhnlich DE-Filtration, reine Plattenfiltration ist
möglicherweise nicht ausreichend.
Flockenbildung - niedrig; Vergärungsgrad 73-77%,
Vergärungstemp: 18-24° C.
Weizen-Hefe 3333 (Deutsch). Für
eine Weizenhefe eher subtiles Aromaprofil mit recht charakteristischer
säuerlichen Frische, fruchtbetont,
Sherry-artig am Gaumen. Flockenbildung - hoch;
Vergärungsgrad 70-76%, Vergärungstemp: 17-24° C.
Obergärige Hefe
3463 (Fruit Defendu). Hefestamm einer alten
belgischen
Brauerei für die Herstellung von belgischen Weizenbieren (wit) bis
hin zum klassischen
Grand Cru-Bier.
Phenolisches Profil mit verhaltener Fruchtbetonung. Ausgeglichene
Esterbildung. Flockenbildung - niedrig;
Vergärungsgrad
73-77%,
Vergärungstemp: 17-24° C.
Obergärige Hefe
3522 (belgische Ardennen). Eine von vielen
großartigen belgischen Bierhefen, um klassische belgische
obergärige Biere herzustellen. Gesteigerte Phenolbildung mit
höheren Gärtemperaturen, angenehme Fruchtbetonung und ein
komplexer würziger Charakter.
Flockenbildung -
hoch; Vergärungsgrad 72-76% Vergärungstemp:
18-29° C.
Weizen-Hefe
3638 (Bayrisch). Typisch
obergärige Hefestamm mit umfangreichen geschmacklichen
Aromacharakter. Gut ausbalanciert zwischen den üblichen
geschmacklichen Esterbildungen Banane, Kaugummi mit Lichi,
Apfel/Pflaume
und Nelkenaroma. Flockenbildung - niedrig;
Vergärungsgrad 70-76%,
Vergärungstemp: 18-24°
C.
obergärige Hefe
3787
Trappist (für hohes spez. Gewicht).
Wahrscheinlicher
Ursprung: Westmalle, Belgien
Biersorten: Dubbel, Trippel,
Abbay, Biere de Garde
kommerzielle
Beispiele können umfassen: Westmalle, Rochefort,
Chimay,
Einsatzmöglichkeiten und
Wirkungsweise: Dieser Hefestamm dient zur
Herstellung von Bier mit intensivem esterigen und phenolischem
Charakter mit komplexer Fruchtbetonung. Läßt keine
bedeutenden Menge an Isoamyl-Azetat (Bananenester) oder
Kaugummi-Ester entstehen, welches für vielen Hefe dieser Art
typisch wäre.
Phenol-
und Esterproduktion werden durch Gärtemperaturen
beeinflußt.
Phenole bauen sich mit forgeschrittener Reife des Bieres ab.
Diese
Art der
Hefe profitiert von zusätzlichen Zuckergaben
während der
Gärung und schafft somit ideale Bedingungen für die
Herstellung von belgischen Dubbel und Trippel. Endvergärung
möglich, max. Endvergärungalkoholgrad bei ungefähr
11-12% Alk. Vol. Typisch obergärige Hefe mit einer breiten
Temperaturtoleranz. Flockenbildung - mittel;
Vergärungsgrad 75-80%, Vergärungstemp: 18-25° C.
Weizen-Hefe
3942 (Belgisch). Stammt aus einer kleinen belgischen
Brauerei, normale Esterbildung und niedrige Phenolbildung.
Apfel-,
Kaugummi-und Pflaumenaroma und mit einem trockenen und fruchtbetonten
Abgang. Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad
72-76%, Vergärungstemp: 18-23° C.
Weizen-Hefe 3944 (belgisches
Weizen/Witbier) .
Wahrscheinlicher
Ursprung:
Hoegaarden, Belgien
Biersorten:
Weizen, Grand Cru, Dubbel,
kommerzielle
Beispiele können umfassen:
Celis Wit, Hoegaarden, Kruidbiere (Kräuter-, Grutbiere), Brugse Wit
Einsatzmöglichkeiten und
Wirkungsweise:
Eine Hefe mit kompliziertem Aromaprofil, welches einen phenolisch
würzigen Charakter hervorbringt, niedrige Esterbildung.
Phenole sind dominiert, bauen sich aber mit fortgeschrittener Reife
ab. Tendiert zur Endvergärung, wobei die geschmacklichen
Eigenschaften des gemalzten und
ungemalzten Weizen und Hafer unterstützt werden.
Manchmal wird dieser Hefestamm in Verbindung mit
Milchsäurebakterien eingesetzt, um ein klaren, säuerlichen
Abgang zu ermöglichen. Gärung tendiert dazu langsam
anzugehen. Flockenbildung ist
niedrig, Hefe und Proteine bleiben in Schwebe in einem gut gemachten
Bier. Theoretisch maximaler Endalkoholgrad bei ungefähr
10-11% Alk. Vol. Flockenbildung -
mittel; Vergärungsgrad 72-76%,
Vergärungstemp: 16-24° C.
BRETTANOMYCES & MILCHSÄUREKULTUREN
Belgische Lambic-Hefe 3278
(Mischung). Enthält eine Auswahl Saccharomyces- und
Nicht-Saccharomyces-Stämmen, inkl. Hefestämme für
belgisches Weizenbier, Sherryhefe, zwei Brettanomyces-Hefen und
Milchsäurebakterien. Während
diese Mischung nicht alle
möglichen Kulturen beinhaltet, die man in belgischen Lambics
vorfindet, ist diese Auswahl repräsentativ für die
wünschenswertesten
Aromabestandteile dieser Bierart. Einzelne Kulturen dieser Mischung
finden sie wie folgend. Flockenbildung - niedrig bis
mittel;
Vergärungsgrad
65-75%,
Vergärungstemp: 17-24° C.
Brettanomyce Bruxellensis
3112 (Belgisch). Wilde
Hefe, die aus einer Brauereikultur in der Region um Brüssel
stammt. Notwendig, um den klassischen verschwitzten
"Pferdehaarcharakter", der so typisch ist für diese Biere, zu
kreiren, d.h. für Sorten wie Lambic (als Grundbier), Oud Bruin und
die Derivate für Lambic, wie z.B. Gueuze. Vergärung
verläuft optimal in Würze mit niedrigem pH. Dieser
Hefestamm wird im allgemeinen in Verbindung mit S. cerevisiae
verwendet, sowie auch mit anderen wilden
Hefen und Milchsäurebakterien. Kann möglicherweise zu
Säurebildung und einer kleinen Filmbildung in Flaschen oder in
Fässern führen. Benötigt in der Regel 3-6 Monate,
um sein volles Aroma zu entwickeln. Flockenbildung -
mittel; Vergärungsgrad
niedrig,
Vergärungstemp: 15-24° C.
Brettanomyce Lambicus
3526 (Belgisch). Eine wilde Hefe, die aus belgischen
Lambics extrahiert wurde. Läßt neben den für
Brettanomyce üblichen Aroma auch etwas Kirschkuchen-Aroma und
Säure entstehen. Vergärung
verläuft optimal in Würze mit niedrigem pH. Kann
möglicherweise zu Säurebildung und einer kleinen Filmbildung
in Flaschen oder in Fässern führen. Funktioniert am besten in
Verbindung mit anderen wilden Hefen und mit Milchsäurebakterien,
um den typischen belgischen Charakter entstehen zu lassen Benötigt in der
Regel 3-6 Monate, um sein volles Aroma zu entwickeln. Flockenbildung -
mittel;
Vergärungsgrad
niedrig,
Vergärungstemp: 15-24° C.
Milchsäure Bazillus Delbrueckii
4335.
Milchsäurebakterium von einer belgischen Brauerei stammend.
Diese
Kultur dient zur Schaffung von einer moderaten Säurebildung
für Biersorten, wie Lambic und Derivate, Oud Bruin und Berliner
Weisse. Dieser Hefestamm wird
im allgemeinen in Verbindung mit S. cerevisiae verwendet, sowie auch
mit anderen wilden
Hefen verwandt,
Vergärungstemp: 15-35° C.
Pediokokkus Cerevisiae 4733. Milchsäurebakterien
für die belgischen Biertypen, in denen
zusätzliche
Säure wünschenswert ist. Oft angewandt für Gueuze und
ähnliche belgische Biersorten. Verantwortlich für einen
merklichen hohen Anteil an Säure im Bier. Der Säuregehalt
steigert sich mit der Dauer der Lagerung.
WYEAST HEFEMISCHUNGEN
Eine Zusammenstellung von Hefemischungen
- Hergestellt, bzw. gemischt durch die Brauer der Firma Wyeast,
um optimal Vergärbarkeit und interessante Aromaeigenschaften zu
ermöglichen.
Wyeast-Hefe
1087 (obergärige Mischung).
Eine Mischung der besten obergärigen Hefestämme, um schnelles
Angehen, gute geschmackliche Eigenschaften und optimale Flockenbildung
zu ermöglichen. Das Profil dieser Mischung entspricht dem
Charakter von typisch britischen, bzw. amerikanischen obergärigen
Sorten Vergärungsgrad
71-75%,
Vergärungstemp: 18-22º C
Wyeast-Hefe 2178
(untergärige Mischung). Eine Mischung aus Brewer's
Choice TM Lager Hefen gedacht für sehr komplexe geschmackliche
Eigenschaften. Geeignet für die Herstellung von klassischen
Pilsnern bis hin zu körperreichen Bock-Bieren.
Vergärungsgrad
71-75%, Vergärungstemp: 8-14º C
Weizen-Hefe 3056 (Bayrisch).
Eine Mischung aus obergärigen Hefen, sowie
Weizen-Hefestämmen, um mäßig esterige und phenolische
Weizenbiere herzustellen. Flockenbildung - mittel;
Vergärungsgrad
73-77%, Vergärungstemp: Hefe 18-23° C. (s. auch oben unter
Weizen-Hefe)
SAISONALE HEFESTÄMME
Diese Hefestämme sind lediglich auf
Vororder und in den benannten Zeiträumen erhältlich.
Erhältlich von Januar-März
Obergärige Hefe 1026
(Britisch). Vielleicht die beste Hefe für
holzfaßgelagertes britisches Ale. Ausgeprägtes Malzaroma mit
einem Hauch an Frucht. Abgang trocken und etwas säuerlich.
Flockenbildung - mittel bis hoch; Vergärungsgrad:
74-77%,
Vergärungstemp: 17-22° C.
Obergärige Hefe 3538 (Leuven -
für helle Biere). Lebhafte obergärige Hefe mit
würzigem Aromacharakter. Bei adequater Lagerung verflüchtigen
sich die Phenole. Perfekter Hefestamm für eine Vielzahl von
belgischen Typen, inkl. hellen Bieren, Dubbel und britischem Brown
Ale. Flockenbildung - hoch;
Vergärungsgrad: 75-78%, Vergärungstemp:
15-24° C.
Erhältlich von April-Juni
Obergärige Hefe II 1882 (Themse Tal). Dieser
Hefestamm ist etwas fruchtiger und malzbetonter, als die Variante
1275. Gut ausbalanciert mit einem sauberen, trockenen
Abgang. Die Quelle der Hefestämme benutzen 1275
und 1882, um ein
hochkomplexes Aromaprofil, sowie einen würzigen Charakter
entstehen zu lassen. Flockenbildung - hoch;
Vergärungsgrad: 73-77%, Vergärungstemp: 16-22°
C.
Obergärige Hefe
3864 (Kanadisch/Belgisch). Dieser Hefestamm kommt
aus einer franko-belgischen Brauerei aus Kanada, die eine Reihe von
klassisch belgischen Bieren herstellen. Milde Phenole herrschen hier
vor, die mit steigender Gärtemperatur sich vermehren. Wenig
Esterbildung mit einem trocken und etwas säuerlichen Abgang.
Komplex und gut ausbalanciert, tolerant gegenüber hohen
Alkoholgraden. Flockenbildung - mittel;
Vergärungsgrad: 75-79%, Vergärungstemp:
18-27° C.
Erhältlich von Juli-September
Untegärige Hefe 2633
(Oktoberfest Mischung). Eine Mischung aus verschiedenen
untergärigen Hefestämmen, um ein vollmundiges, malzbetontes,
komplexes und körperreiches Bier nach Art Oktoberfest
herzustellen. Gute Endvergärung und trotzdem vollmundig und
malzig. Wenig Schwefelbildung.
Flockenbildung - mittel bis niedrig; Vergärungsgrad:
73-77%, Vergärungstemp: 9-14° C.
Belgisches Saison-Hefe 3724 .
Die klassische obergärige "Bauernhofhefe" (für Biersorte Saison).
Würzige und komplexe aromatische Substanzen,
einschließlich des sog.
Kaugummiaromas. Säuerlich und trocken am Gaumen mit milder
Fruchtbetonung. Der Abgang ist frisch mit etwas Säure.
Bessere Eigenschaften mit erhöhter
Gäremperatur. Verlangsamte Endvergärung.
Flockenbildung
- niedrig; Vergärungsgrad: 76-80%,
Vergärungstemp: 21-29° C.
Erhältlich von Oktober-Dezember
Obergärige Hefe 1768(ESB?).
Ähnlich wie 1968, etwas weniger Flockenbildung.
Läßt ein leichtes
Fruchtäthanolaroma entstehen. Etwas malzig mit einem sanften
Abgang. Sehr
sauber. Flockenbildung - hoch; Vergärungsgrad 68-72%,
Vergärungstemp: 18-22° C.
Obergärige Hefe 3822 ("Dutch Castle").
Würzig,
phenolisch und säuerlich im Geruch. Sehr säuerlich udn
trocken am
Gaumen. Phenole und Ester gut ausgeglichen, mit einem sehr
trockenen und komplexen Abgang. Bildung von viel Säure.
Flockenbildung - mittel; Vergärungsgrad 74-79%,
Vergärungstemp: 18-27° C.
VERPACKUNGSHINWEISE
WICHTIGE HINWEISE - BITTE VOR VERWENDUNG
LESEN
Der Inhalt der Pakete bedarf ca. 1-3 Tage Aktivierungszeit vor dem
Einsatz. Präzise sollte diese Ruhezeit genau 1 Tag pro Monat
nach Herstellungsdatum entsprechen. Bei Kühlung beträgt
die maximal Lagerfähigkeit 6 Monate nach Herstellung. Einige
Hefestämme können auch noch 12 Monate nach Herstellung
verwandt werden. Prinzipiell gilt allerdings Verwendung so frisch
wie es geht.
AKTIVIERUNG STARTEN
Bitte platzieren Sie das Paket auf einem Tisch. In der inneren
Verpackung läßt sich eine etwas erhabene Stelle ausfindig
machen. Nehmen Sie diese Stelle zwischen Ihre Handflächen und
drücken Sie so fest, bis diese innere versiegelte Stelle bricht.
Wenn die erhabene Stelle sich abflacht, dann ist das Siegel gebrochen.
Hefe und Nährstoffe sollten nun durch Kneten gut miteinander
vermischt werden.
Die Aktivierungstemperatur sollte bei ca. 24 Grad C liegen. Vor
Anwendung sollte das Packet mind. 2,5 cm dick sein.
EINE ANFÄNGLICHE HEFEKULTUR KANN ERSTELLT
WERDEN
Um die Hefeaktivitäten nach Gabe zu fördern, sollte ca. 100 g
Malzextrakt mit etwa 450 ml Wasser zum Kochen gebracht werden. Die
zuckerige Lösung sollte so um die 1,020 bis 1,030 an spez. Gewicht
haben. Diese Starter-Würze sollte für ca. 15 Min. gekocht
werden. Nach Kühlung (auf Raumtemperatur) die Hefe beigeben und
für gute Durchlüftung sorgen. Bei ca. 24 Grad C belassen.
Nach ca. 12 Stunden ist die Hefe am aktivsten und sollte dann der
fertigen Würze beigegeben werden. Ständig Umrühren, um
Belüftung zu fördern.
Bei Hefegabe sollte das Gefäß mit der vorbereiteten Hefe
frei von verunreinigenden Keimen sein.
Bei Hefegabe kommt es weiterhin auf gute Belüftung an. Hohe
Temperaturen (bzw. solche, die eigentlich über der angestrebten
Gärtemperatur liegen) begünstigen Hefeaktivität.
Abkühlung nach beginnender Hefeaktivität auf reguläre
Gärtemperatur. Gäraktivität sollte innerhalb von 24
Stunden erkennbar sein, abhängig allerdings von Hefestamm,
Brautechnik und Vergärungstemperatur.
ÜBLICHE GÄRTEMPERATUREN
obergärige Biere: 15,5 bis bis 22,2 Grad C.
untergärige Biere: 7,8 bis 14,4 Grad C.
FÜR EINE
ERFOLGREICHE GÄRUNG ACHTEN SIE BITTE AUF FOLGENDES:
A.
Hefe muß bei Gabe aktiv sein (d.h. z.B. keine gerade benutzte
Hefe)
B. Sorgen Sie immer für gute Belüftung der Hefe
C. Für Biere mit höherem spez. Gewicht benutzen Sie bitte
mehr Hefe
D. Benutzen Sie immer frische Hefe.
Mit
freundlichen Genehmigung der Firma Wyeast Laboratories, Inc. in Hood
River, Oregon USA
Original unter
www.wyeastlabs.com
Übersetzung
von Lars Seyfrid - Stand: August 2004.