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MALZ
Die Malzspezifikationen auf dieser Seite wurden uns freundlicherweise
von der
Firma
Weyermann Malz, Bamberg, zur
Verfügung gestellt. Die einleitenden Malzsortenbeschreibungen
entstammen der
Informationsplattformen BeerAdvocate und
BrewingTechniques. Das aktuelle Angebot an Malzen der
Firma
Weyermann finden
Sie unter www.weyermann.de und die Originalauflistung
der Malzgruppenbeschreibungen unter
Diese Seite soll über
die
gängigsten Formen von Malz, bzw. getreidebasierende Zutaten und
deren
Einsatzmöglichkeiten informieren. Die Auswahl der hier
besprochenen
Zutaten
orientiert sich maßgeblich an den traditionell genutzten Zutaten.
Der Sinn und
die Einsatzmöglichkeiten von z.B. Zucker, Sirup und
ungemälzten
Getreidearten (außer den weiter unten kurz erwähnten) wird
hier nicht berührt.
Malze (und andere getreidebasierende Zutaten)
stellen den vergärbaren Zucker dar, die für die
Bierherstellung
notwendig ist. Malz entsteht durch das Befeuchten, Keimenlassen und
konsequente verschiedenartige Trocknen (auch Darren genannt). (...) Die
Vermälzung
von Getreide (statt des
Einsatzes ungemalztem Getreides) ist notwendig, um unlösliche
Stärke in lösliche
Stärke zu konvertieren, komplexe Proteinverbände
aufzubrechen,
stellt
Nährstoffe für die Hefeentwicklung (bei der folgenden
Vergärung zu einem Bier) zur Verfügung und
entwickelt Enzyme zur Umwandlung
von Stärke zu Zucker in der Maischphase des Brauens. Malze stellen
somit die Basis, dass dieses Getränke überhaupt alkoholisch
sein kann, gibt dem Bier Körper, Süße, bzw.
Geschmacksfülle.
Es folgt eine Auflistung von verschiedenen
Malzgruppen und Arten von getreidebasierenden Zutaten für Bier.
Basismalze
Basismalze
stellen einen hohen Anteil der gesamten
Malzgabe beim Bier dar. (...) Basismalze, wie auch einige helle
Spezialmalze
stellen die
höchste enzymatische (diastatische) Fähigkeit dar, um
Stärke in Zucker
umzuwandeln. Die Basismalze sind somit für eine höchste
Extraktfähigkeit
notwendig. Dunklere Spezialmalze, karamellisierte Malze,
Röstmalze, ungemalzte
Gerste und anderes gemalztes Getreide werden in kleineren Mengen
beigegeben, um
Farbe und Geschmack zu beeinflussen. Abhängig von der Sorte des
Bieres, mag der
Brauer in den meisten Fällen nur ein oder zwei Malztypen nutzen,
in anderen
Fällen bis zu sieben oder acht. Andere Getreidesorten außer
Gerste könnten
sein: Roggen, Einkorn, Dinkel, Hafer etc.
Typische Pilsner-Malze an sich
sind eher moderat aufgelöst (aufgelöst = Grad der
vollständigen Vermälzung) im Vergleich zu den folgenden
hellen Malzen, speziell dem Pale Ale Malz. Der Grad der Auflösung
lässt sich durch ein Zerdrücken, bzw. Zerkauen der
Körner gut feststellen. Ein Pale Ale Malz sollte
extrem weich sein. Basismalze sollte wegen der moderaten Auflösung
auch besser in der Aufbewahrung sein, sprich sie nehmen nicht so
viel Feuchtigkeit auf, wie andere Helle Malze.
Farbe:
2-3 (EBC), max. Anteil Schüttung: 100%
Produkteigenschaften: hergestellt aus feinster
inländischer 2-zeiliger Sommerbraugerste, vorwiegend Barke und
Scarlett, durch
Auswahl besonders geeigneter Rohstoffe und spezieller
Mälzungstechnologie
werden besonders helle Würze- und Kochfarben erreicht
Für welche
Biersorten/-typen: Premium
Pilsner Biere mit extra hellen Farben, alle anderen Biertypen
Farbe:
3-5 (EBC), max. Anteil Schüttung: 100%
Produkteigenschaften: zur Herstellung aller
hellen Biere, als Basismalz für Spezialbiere
Für welche
Biersorten/-typen: Pilsner
Biere, jeder sonstige Biertyp
Helle
Spezialmalze werden bei
höheren Temperaturen vermälzt als Basismalze und führen
bei dem fertigen Bier
zu einer dunkleren Farbe und einem vollerem Malzgeschmack, bzw. –aroma.
Enzymatische Aktivitäten sind bei diesen Malzen niedriger als bei
Basismalzen. Nebenzutaten sollten nicht 10-15% übersteigen.
Wiener und Münchner Malze sind auch Bespiele für diese Art
von
hellen Spezialmalzen.
Die obergärige Biersorte Pale Ale ist recht
bedeutend innerhalb der britischen Biersorten – deren Geschmacksprofil
entspricht einer vollen Malzigkeit. Diese Malzsorte stellt eine gut
verarbeitete ("aufgelöste") Sorte dar und kann durchaus für
eine Infusionsmaische
bei
gleichbleibender Temperatur benutzt werden. Tendenziell herrschen hier
wenige
Enzyme vor, allerdings genug, dass noch max. 15% Beigaben gemacht
werden
können, die gar keine Enzyme beisteuern. Dieser Malztyp ist auch
nicht so
anfällig gegenüber Trübung, bzw. Schleierbildung und
produziert weniger
Dimethylsulfid, welches für das sog. „süße Maisaroma“
in einem Bier verantwortlich ist (und oft typisch für die Biersorte
Pilsner ist).
Die Verarbeitung, bzw. Vermälzung dieses Malztyps
für untergärige Biere ist eher für eine
reguläre Vermaischung (z.B. aufsteigendes Infusions- oder
Dekoktionsverfahren) geeignet. Normalerweise existiert hier ein
höherer Eiweissanteil,
sowie eine
dickere Spelze mit einer guten Menge an Polyphenolen (Tanninen), die zu
einer
eiweißbasierenden Trübung, sowie zu einem trockenem
Mundgefühl (adstrigierend)
führen kann. Die Malze, die auf 2-zeiliger Gerste basieren
tendieren
zu
niedrigeren Enzym- und Eiweißmengen und haben eine dünnere
Spelze als 6-zeilige
Gerste, allerdings basiert die Qualität eher auf der Gerstensorte
mit der der
Malz hergestellt wird.
Farbe:
5,5-7,5 (EBC), max. Anteil Schüttung: 100%
Produkteigenschaften: produziert hervorragende
Lagerbiere und Ales
Für welche
Biersorten/-typen: für
alle Biere geeignet, Ale, Stout, Porter
Wiener Malz
Farbe:
7-9 (EBC), max. Anteil Schüttung: 100%
Produkteigenschaften: Erzielung „goldfarbiger
Biere“ und Förderung der Vollmundigkeit
Für welche
Biersorten/-typen:
Exportbier, Märzenbiere, Festbiere, Hausbräubiere
Farbe:
I 12-17, II 20-25 (EBC), Anteil Schüttung: bis
zu 100%
Produkteigenschaften: Unterstreichung des
typischen Biercharakters durch Aromaverstärkung, Erzielung einer
kräftigen
Bierfarbe
Für welche
Biersorten/-typen: dunkle
Biere, Festbiere, Starkbiere, Malzbiere, Schwarzbiere
Farbe:
20-30 (EBC), Anteil Schüttung: 10 - 15 %,
bzw. bis zu 30%
Produkteigenschaften: Erhöhung der
Vollmundigkeit, Intensivierung des Malzaromas, günstige
Beeinflußung des
Bierschaumes, voller, runder Geschmack, sattere Bierfarben, Korrektur
von zu
hellen Bierfarben bei Pilsner oder Lager Bieren, geschmackliche
Optimierung von
Hefeweißbieren
Für welche
Biersorten/-typen: 10-15%
Schüttung: helle Biere, Exportbiere, Festbiere, Nährbiere -
bis 30% Schüttung: Weizenbiere, Schankbiere, Leichtbiere,
alkoholreduzierte
Biere, alkoholfreie Biere
Farbe:
40-50 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 25%
Produkteigenschaften: Erhöhung der
Vollmundigkeit, Intensivierung des Malzaromas, dunklere Bierfarben,
rötliche
Bierfarbe
Für welche
Biersorten/-typen:
Braunbiere, Bockbiere, Amberbiere, Altbiere, Weißbiere, Red Ales,
Scottish Ales
CARAAMBER®
Farbe:
60 - 80 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 20
%
Produkteigenschaften: Verbesserung der
Geschmacksstabilität und der Vollmundigkeit, Abrundung der
Bierfarbe, rötliche
Bierfarbe, Optimierung der Maischarbeit
Für welche
Biersorten/-typen: Bockbiere,
dunkle Biere, rote Biere, Amber Biere, Amber Lagers, Amber
Ales
Farbe:
I 80 - 100,
II 110 - 130, III 140 - 160
(EBC), Anteil Schüttung: 5 - 10 % (dunkle Biere), 1 - 5 %
(helle
Leichtbiere)
Produkteigenschaften: Erhöhung der
Vollmundigkeit, Intensivierung des Malzaromas, voller, runder
Geschmack,
sattere Bierfarben
Für welche
Biersorten/-typen: dunkle
Biere, Festbiere, Malzbiere, Nährbiere, Schankbiere, Leichtbiere
Farbe:
300 - 400 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu
15 %
Produkteigenschaften: Erhöhung der
Vollmundigkeit, Intensivierung des Malzaromas, dunklere Bierfarben,
rötliche
Bierfarbe
Für welche Biersorten/-typen: Braunbiere, Bockbiere, Amber Biere, dunkle Lagerbiere, Dark Ales, Stouts, Porters
Dunkle Spezialmalze bieten
wenig oder gar keine Enzyme, bedingt durch das Darren, bzw. Rösten
bei sehr
hohen Temperaturen. Somit können diese Spezialmalze auch nicht
eigenständig,
d.h. ohne den Einsatz von anderen Malzen benutzt werden. Diese Malze
werden
prinzipiell in eher geringen Mengen (im Vergleich zu helleren Malzen)
eingesetzt, denn diese sind teilweise extrem in Farb- und
Geschmackgebung.
Einige Biersorten, so z.B. Bock oder Stout, sollten einen gewissen
Anteil dieser
Malze haben. Diese Malze gibt es in verschiedenen farblichen
Abstufungen.
Im englischen Sprachgebrauch unterscheidet z.B. zwischen einem
Chocolate Malt und einem Black Malt. Das sog. Schokoladenmalz
wird z.B. nicht so stark geröstet wie ein schwarzen Malz. Somit
ist ersteres
eher heller (in Richtung dunkelbraun) und behält auch ein wenig
seines ursprünglichen
Aromas, bzw. der typischen Malzsüße. Ein Schokoladenmalz
verleiht dem Bier eine
nussige, geröstete Geschmacksnote, macht es allerdings nicht so
bitter wie ein
schwarzes Malz. Es existieren keine Enzyme in einem Schokoladenmalz.
Schokoladenmalz ist eine Grundzutat für die Biersorten Porter und
Stout, kann
aber auch in anderen britischen Biersorten Anwendung finden, wie z.B.
in Mild
Ales, Brown Ales und Old Ales und kann auch bei untergärigen
Sorten eingesetzt
werden.
Die Herstellung von schwarzem Malz beinhaltet das
Rösten von gemälzter Gerste bei so hohen Temperaturen, dass
alle malztypischen
Aromaanteile praktisch nicht mehr vorhanden sind. Es existieren keine
Enzyme in
schwarzem Malz. Wenn in reichlichen Mengen eingesetzt, dann wird dieses
Malz
dem Bier einen trockenen, verbrannten Geschmack verleihen, welches dann
als
eine andere Bittere, als die des Hopfens empfunden wird.
CARAFA®
Farbe:
I 800-1000,
II 1100-1200, III 1300-1500 (EBC), Anteil Schüttung:
1 - 5 %
Produkteigenschaften: Intensivierung des
typischen Aromas dunkler Biere sowie der Bierfarbe
Für welche
Biersorten/-typen: dunkle
Biere, z.B.Münchner oder Kulmbacher Typ, Starkbiere, Altbiere,
Bockbiere, Schwarzbiere
Farbe:
I 800-1000, II 1100-1200, III 1300-1500 (EBC), Anteil
Schüttung: 1 - 5 %
Produkteigenschaften: hergestellt aus
entspelzter Gerste; intensiviert das typische Aroma dunkler Biere sowie
die
Bierfarbe, geringere Röstbittere als CARAFA® durch ein
speziell
entwickeltesEntbitterungsverfahren
Für welche
Biersorten/-typen: dunkle
Biere, z.B.Münchner oder Kulmbacher Typ, Starkbiere, Altbiere,
Bockbiere, Schwarzbiere
Weizenmalz wird, wie der
Name schon nahe legt, hauptsächlich für Weizenbiere
angewandt.
Weizenmalz ist
auch ein beliebtes ergänzendes Malz, denn es trägt zu einem
vollerem
Mundgefühl, sowie zur Schaumhaltbarkeit bei. Allerdings beinhaltet
Weizenmalz
auch erheblich mehr Proteine als Gerstenmalz (ca. 13 bis 18%).
Trübung des Bieres
ist bei Weizenmalz ebenfalls üblich. Im Vergleich zu Gerstenmalz
hat Weizenmalz
ein höheres Extraktpotential, besonders wenn das Malz etwas feiner
gemahlen
wird als Gerstenmalz. Europäische Weizenmalze haben in der Regel
weniger Enzyme
als amerikanische – dies kann entweder an der Art der Vermälzung
liegen oder
abhängig von der Weizenart sein.
Ungemalztes Weizen wird von
einigen Brauern für bessere Schaumstabilität genutzt. Es soll
auch zur
Körperfülle des Bieres beitragen, der hohe Proteingehalt ist
verantwortlich für eine gute Schaumstabilität. Biere, in
denen viel
ungemalztes Weizen vorkommen, sollen eher leicht und sanft im
Geschmack sein. Ungemalztes Weizen wird
in der Regel aus den gleichen Gründen eingesetzt wie ungemalzte
Gerste, allerdings
hat Weizen keine signifikante Spelze, somit sind Tannine auch kein
größeres
Problem. Der Mangel an Spelze stellt allerdings wiederum ein
Problem bei der Läuterphase des Brauprozesses dar.
Farbe:
3-5 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 80 %
Produkteigenschaften: Förderung des typischen
obergärigen Aromas, Erzielung schlanker, spritziger Biere,
Unterstreichung des
typischen Weizenaromas
Für welche
Biersorten/-typen:
Weizenbiere, Kölschbiere, Altbiere, obergärige Schankbiere,
Leichtbiere, alkoholreduzierte Biere, alkoholfreie Biere
Farbe:
14-18 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 50 %
Produkteigenschaften: Förderung des typischen
obergärigen Aromas, Erzielung schlanker, spritziger Biere,
Unterstreichung des
typischen Weizenaromas
Für welche
Biersorten/-typen:
Weizenbiere, Kölschbiere, Altbiere, obergärige Schankbiere,
Leichtbiere, alkoholreduzierte Biere, alkoholfreie Biere
Farbe:
100-130 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 15
%
Produkteigenschaften: Erhöhung der
Vollmundigkeit, Intensivierung des Weizenmalzaromas, dunklere Bierfarben
Für welche
Biersorten/-typen:
obergärige Biere
Farbe:
800 - 1200 (EBC), Anteil Schüttung: 1 - 5 %
Produkteigenschaften: Intensivierung des
typischen Aromas dunkler, obergäriger Biere sowie der Bierfarbe
Für welche
Biersorten/-typen: Nur
für obergärige Biere, wie Altbiere oder dunkle Weizenbiere
Farbe:
3-8 (EBC), Anteil Schüttung: 50%
Produkteigenschaften: typischer, aromatischer
Roggenmalzgeschmack, auch als Basismalz zu verwenden
Für welche Biersorten/-typen: Spezialbiere,
Mehrkornbiere, Roggenbiere
Roggencaramelmalz
Farbe:
150 - 200 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu
15%
Produkteigenschaften: Intensivierung des
Roggenmalzaromas, dunklere Bierfarben
Für welche Biersorten/-typen: obergärige Spezialbiere,
Backwaren
Roggenröstmalz
Farbe:
500-800 (EBC), Anteil Schüttung: 1 - 5 %
Produkteigenschaften: Intensivierung des
typischen Aromas dunkler, obergäriger Biere sowie der Bierfarbe
Für welche
Biersorten/-typen:
obergärige Spezialbiere
Farbe:
450-650 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 5%
Produkteigenschaften: dunklere Bierfarben,
typischer, milder Röstgeschmack
Für welche
Biersorten/-typen:
Mehrkornbiere, Backwaren
Farbe:
3-5 (EBC), Anteil Schüttung: 5 - 10 %
Produkteigenschaften: Verbesserung des Schaumes
sowie der Schaumhaltbarkeit, Hebung der Vollmundigkeit
Für welche
Biersorten/-typen: Pilsner
Biere, alkoholfreie Biere, Leichtbiere (hier Schüttung bis zu
40%)
Spitzmalz
Farbe:
2,5 - 4,5 (EBC), Anteil Schüttung: max. 15
- 20 %
Produkteigenschaften: Verbesserung der
Schaumstabilität
Für welche
Biersorten/-typen: Zur
Kompensation von hoch gelösten Braumalzen
Rauchmalz
Farbe:
3-6 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 100%
Produkteigenschaften: Erzielung des typischen
Rauchgeschmackes
Für welche
Biersorten/-typen:
Rauchbiere, Lagerbiere, Kellerbiere, Bierspezialitäten, z.B. in
Gasthausbrauereien, Weizenbiere
Farbe:
3-7 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 5%
Produkteigenschaften: Absenkung des Würze-pH,
dadurch Verbessung der Maischarbeit, Intensivierung der Gärung
undlichtere
Bierfarben bei Pilsner Bieren, Verbesserung der
Geschmacksstabilität,
abgerundeter Biergeschmack
Für welche
Biersorten/-typen:
Pilsnerbiere, Leichtbiere, Schankbiere
Farbe:
60-80 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu 20%
Produkteigenschaften: Verbesserung der
Geschmacksstabilität und der Vollmundigkeit, Abrundung der
Bierfarbe, Erzielung
rötlicher Farbe, Optimierung der Maischarbeit
Für welche
Biersorten/-typen:
Weißbiere, Bockbiere, dunkle Biere, rote Biere, Amber Biere
Farbe: (EBC), Anteil
Schüttung:
Produkteigenschaften:
Für welche
Biersorten/-typen:
Ungemalzte
Gerste gibt dem Bier eine üppig, weiche
und „getreideartige“ Note. Anders als andere typische nicht malz-,
aber
getreide-basierenden Zutaten im Bier wird ungemalzte Gerste viel zur
Schaumstabilität beitragen. (...) Allerdings führen die
hierfür
verantwortlichen
stickstoffbasierenden und komplexeren Proteine auch zu
Trübungsproblemen.
Somit
scheint das Trübungsproblem ungemalzte Gerste ungeeignet für
hellere Biere zu
machen. Das ist ein Grund, warum Mais und Reis in solchen Bieren
bevorzugt
wird. Der Einsatz ist allerdings grundsätzlich notwendig in
trockenen Stouts,
wie z.B. einem Guinness Stout.
Ungemalzte Gerste kann bis
zu 50% Anteil an einer Schüttung haben, allerdings wird es
üblicherweise mit
nicht mehr als 10-15% eingesetzt. Höhere Mengen können zu
einem etwas kratzigem
Geschmack im Bier führen. Offensichtlich fehlen dann auch Enzyme
für eine
ausreichende Umwandlung von Stärke und Proteinen gerade
während der
Beta-Amylase und kann somit Einfluss auf die Würzeviskosität,
bzw.
Läutergeschwindigkeit haben und letztendlich zu einem nicht
stabilen Produkt führen.
Dies kann z.B. durch eine Beta-Amylase bei 45 bis 50 Grad C behoben
werden.
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von externen Enzymen.
Ungemalzte Gerste zu rösten
ergibt zwangsläufig geröstete Gerste. Diese geröstete
Gerste ist nicht
ultimativ schwarz, sondern eher ein reichhaltiges dunkelbraun. Es hat
einen
auffällig gerösteten Geschmack, ähnlich wie
geröstete Kaffeebohnen mit einem
klaren Nachgeschmack und wird vornehmlich für die Herstellung von
Porter und
Stout genutzt. Es trägt maßgeblich zur Farbe des Bieres bei
und hilft bei der
Schaumstabilität, lässt die Schaumkrone allerdings
weißer erscheinen, als
vielleicht angenommen. Es existieren keine Enzyme in dieser Zutat.
Geröstete
Gerste trägt einen strengeren, trockeneren und bitteren Geschmack
zum Bier bei
im Vergleich mit geröstetem Gerstenmalz. Weiterhin ist es weniger
aromatisch
und trockener mit einem intensiveren verbranntem Geschmack.
Farbe:
1100-1200 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu
5%
Produkteigenschaften: Röstgerste wird aus
zweizelliger Sommergerste hergestellt, durch schnonende Röstung
wird die hohe
Farbtiefe von Weyermann Röstgerste erzielt
Für welche
Biersorten/-typen: Stoutbiere
Farbe:
500 - 800 (EBC), Anteil Schüttung: bis zu
5%
Produkteigenschaften: Röstroggen ist ein sehr
dunkles Röstmalz und wird aus gesundem deutschen
Qualitätsroggen hergestellt
Für welche Biersorten/-typen: Spezialbiere, Roggenbiere