KGB-LogoKAMPAGNE  FÜR  GUTES  BIER
Die Verbraucherinitiative für mehr Biervielfalt
VERBRAUCHER
DER VEREIN
VERBRAUCHER
FACHWELT
START

PRÄSENTATION
OBERFRÄNKISCHE BRAUEREIEN
HAMBURG 27.09.2004



Kampagne für gutes Bier e.V. steht im Kern für die Verbreitung von fundierter Information zum Thema Bier, so wie auch für die Realisierung von nachhaltigen Verkostungsveranstaltungen.
Das klingt nach großen Zielen und wir sind mit einer Veranstaltung am 27.9.2004 diesem Ziel einen guten Schritt näher gekommen.
 
Oberfranken1Wir hatten in Vorbereitung und Kooperation mit der Handwerkskammer Oberfranken die Möglichkeiten erhalten 10 oberfränkische Brauereien in dem Restaurant Factory in Hamburg-Hoheluft zu präsentieren. Die Veranstaltung hatte zum Ziel Fachbesucher, wie auch Endverbraucher eine Veranstaltung zu bieten, so dass sich diese eingehend über Qualität und Vielfalt des Angebots dieser Brauereien informieren konnten. Diese Art der Veranstaltung geschah bewusst in Abgrenzung zu Warenproben in Kaufhäusern oder Supermärkten, wo sich in der Regel nur einzelne Anbieter, bzw. Produkte präsentieren. Weiterhin war auch nicht der Sinn eine Lifestyle-Veranstaltung zu organisieren oder gar volksfestähnliche Veranstaltung, sondern es wurde praktisch alles getan, damit die Produkte sich neutral und gleichwertig den Besuchern präsentieren und somit alleine diese den Inhalt der Veranstaltung bestimmen und nicht der Event-Charakter der Veranstaltung nach vorne drängt. Das einzige Zugeständnis war die optische Einbindung in das Ambiente einer Gaststätte, im Fall der Factory eine alte Tabakfabrik im Hamburger Stadtteil Hoheluft.
Das Format orientiert sich an Vorlagen, wie Hausmessen oder Verkostungsveranstaltungen für Weinfachbesucher, wo sich regional und zahlenmäßig eingegrenzt eine Reihe von Anbietern interessierten Leuten präsentiert.
Unseres Wissens nach ist dies eine Premiere in der deutschen Bierlandschaft gewesen. Erstens, weil sich eine Gruppe von Brauereien bereit erklärte auf einem kompakten Raum miteinander sich zu präsentieren und sich diesem fairen Wettbewerb zu stellen. Zweitens gibt es kein alleinstehendes Forum, wo sich Fachbesucher und Endverbraucher gezielt über eine regional abgegrenzte Anzahl von Brauereien informieren können.

 
Oberfranken3Die Veranstaltung selbst fand an einem Montag statt. Tagsüber, d.h. von 12 bis 17 Uhr war die Veranstaltung für Fachbesucher reserviert. Ab 17 Uhr öffnete sich die Veranstaltung für alle Interessierten. Es wurde bewusst Montag als Wochentag gewählt, damit die Fachbesucher, speziell die Gastronomie tagsüber die Möglichkeit haben sich in Ruhe über das Angebot zu informieren.
Prinzipiell wurden Einladungen an den Getränkehandel, die Gastronomie und Hotellerie verschickt, um zu dieser Veranstaltung einzuladen. Verbraucher wurden über Medien, wie Tagespresse und Online-Veranstaltungskalender und intern in der Factory selbst auf diese Veranstaltung hingewiesen.
Als Begleitung für die Veranstaltung selbst wurde eine Broschüre erstellt, die alle anwesenden Brauereien mit ihren Bieren vorstellt. Ferner beschreibt sie die Vorzüge eines heterogenen Angebots in Gastronomie und Getränkehandel, sowie schildert Hintergründe zur sinnvollen Einbindung von Bierspezialitäten.
Die Aussteller selbst kamen allesamt aus Oberfranken, wobei die kleinste Brauerei mit gerade mal 1.000 HL Jahresproduktion sich genauso präsentieren konnte, wie die größte mit 80.000 HL. Von den 10 anwesenden Brauereien, waren faktisch neun noch gar nicht im norddeutschen Raum mit ihren Bieren vertreten. Die präsentieren Biere umfassten typische regionale Spezialitäten (wie z.B. fränkisches Kellerbiere, ein nur leicht kohlensäurehaltiges bernsteinfarbenes Bier), bundeslandtypische Biere (wie z.B. Helles und Dunkel, Weizen – auch als Leichte Weisse), sowie auch national bewährte Sorten (z.B. Pilsner). Auffällig war die Präsentation des Braunbieres der Brauerei Schinner. Die Sorte Braunbier war mal ebenso bedeutend wie Weißbier. Heutzutage wird diese Biersorte nur noch von der Brauerei Schinner gebraut.
 

Oberfranken4Kampagne für gutes Bier e.V. möchte mit dieser Veranstaltung einen Präzedenzfall schaffen. Das Format Fachleuten, wie auch Verbrauchern in einer Art Mini-Messe das vielfältige Angebot an Bieren in Deutschland näher zu bringen halten wir für eine wichtige, fast zwingende Ergänzung zu den Möglichkeiten der Vermarktung von Bier. Eine solche Veranstaltung schließt von vorne herein aus, dass größere Brauereien mit ihren finanziellen Mitteln kleinere übervorteilen. Die Form der räumlich engen Präsentation fördert auch das Gemeinschaftsgefühl der Brauereien. Dem Verbraucher und den Fachbesuchern bietet es ein regional abgegrenztes, neutral präsentiertes, gut dokumentiertes und überschaubares Angebot, um sich fair über die Qualität zu informieren.