KAMPAGNE
FÜR GUTES BIERDie Verbraucherinitiative für mehr Biervielfalt |
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VERKOSTUNGEN
Verkostungsveranstaltung
am 1.Sept. 2003
Gewinner
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Andechs
Bergbock Hell
Andechs
liegt etwas süd-westlich von München unweit des Starnberger Sees. Das
Kloster ist Pilgerstätte vor allen Dingen für die Bierdurstigen dieser
Republik. 87.000 Hl werden hier jährlich produziert, nicht übermäßig
groß, aber respektabel. Klöster haben vermeintlich eine große Tradition an Bockbieren, dienen diese in der Regel als Fastentrunk, um vor Ostern die verringerte Kalorieneinnahme durch feste Nahrung zu kompensieren. Deren Bergbock Hell ist ein gutes Beispiel, dass alkoholstarkes Bier nicht unbedingt dunkel sein muss – hier werden geschmackliche Vorurteile gebrochen. Bewertung:
4,09
Vertriebsinfo: Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
Weihenstephan
Hefe Weissbier
„Seit
1040“ klingt
schier unglaublich, somit rühmt sich
Weihenstephan zurecht die älteste kommerzielle Brauerei der Welt zu
sein. Weiterhin ist diese Brauerei der wohl wichtigsten Versuchs- und
Lehranstalt für Brauwesen der Welt angeschlossenen. Gründe genug gute
Qualität hinter diesem Namen zu erwarten.Auffällig war hier der trockene Biss und ausnahmsweise mal nicht das übliche Bananenaroma, was sonst sehr typisch für Weizenbier ist. Die Etiketteninformation bleibt allerdings einen Hinweis schuldig, ob es ein flaschenvergorenes Bier ist oder nicht. Dies wäre ein weiteres Indiz für die Qualität dieses Bieres. Bewertung:
3,95
Vertriebsinfo: Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
Wernecker
Laurentius Kellerbier
Kellerbier
ist eine typisch fränkische Spezialität. Oft wird
es mit der Machart „ungespundet“ in Verbindung gebracht. Ungespundet
bedeutet ein nur ganz leichter Kohlensäuregehalt, weil in der Phase des
Kohlensäureaufbaus (der Lagerung) der Lagertank auf geringen Druck
gehalten wird. Die Brauerei Wernecker hat sich dem Thema Kellerbier allerdings etwas anders genähert – so wie das Etikett verrät ist es unfiltriert, sowie nach Märzen-Brauart hergestellt. Dies suggeriert einen höheren Alkoholgehalt und macht das Bier „festtauglich“. Üblicherweise liegt der Alkoholgehalt bei max. 5,2%, hier allerdings bei 5,5%. Bewertung:
3,77
Vertriebsinfo: Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
Vollständige
Bewertungen
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Wie man sieht, hat
die „Mutter aller Pilsner“ nur knapp das Treppchen
verpasst.
Erstaunt hat mich das mittelmäßige Abschneiden von Früh Kölsch und dem Weizenstarkbier Aventinus, was zumindest unter den renommierten Bierprofis ein hohes Ansehen hat. Das Früh Kölsch war nach meinem Empfinden eine sehr positive Überraschung, während das darauf folgende Frankheim Alt eine schlaffe (noch nicht mal herbe) Enttäuschung war. Das schlechte Abschneiden von Frankenheim Alt, hat wahrscheinlich das Altenmünster Steinbier vor dem letzten Platz bewahrt. Die ausgeprägt rauchige Note war für die meisten Verkoster zu exotisch. |
Gewinner
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Biersorte
Dunkel Das einzige baden- württembergische Bier hat den restlichen
bayrischen Bieren den Rang abgenommen. Das Crailsheimer Dunkel war wirklich ein Erlebnis. Die Kommentare erstreckten sich von aromatisch, sehr weich bis hin zu angenehmer Rezenz. Ein Person entdeckte so ausgefallene Nuancen, wie ButterscotchKaramel – es wurde sogar Harry Potter’s Butterbear angemerkt. Butterscotch-Aroma ist oft ein Indiz für einen Anteil Diacetyl im Bier. Brauereien scheuen dies im Bier, kann aber geschmacklich interessantere Biere hervorbringen. Das Etikett wirkte vielleicht etwas zu traditionell wurde aber durch die ungewöhnliche Flaschenform wieder wett gemacht. Vertriebsinfo: Iversen Uetersen, Tel: 04122-7055
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Biersorte
Weihnachtsfestbier
Mönchshof Weihnachtsbier Die
Bewertungen in der Kategorie Weihnachtsbiere lagen so nah
beieinander, dass man im Extremfall sagen könnte es war eher ein
Zufall, dass das Mönchshof Weihnachtsbier an erster Stelle ist.Die Mönchshof Brauerei ist Teil der Kulmbacher Brauerei, die wiederum der Bayerischen BrauHolding AG der Schörghuber Unternehmensgruppe angehört. Bei einer so weit verzweigten Abhängigkeit drängt sich die Angst auf, dass die Vielfalt gerade einer solchen brautraditionellen Stadt wie Kulmbach sich mal reduzieren könnte. Dem scheint allerdings nicht so. Das Weihnachtsbier selbst wurde eher durchschnittlich kommentiert. Bezeichnungen wie frisch und leicht (hopfen-)würzig dominierten. Erfreulich ist, dass das Rückenetikett sich viel Mühe gibt zu erklären, dass dies wirklich ein Bier exklusiv für die Weihnachtszeit ist. Leider kann nicht immer das Vorurteil ausgeräumt werden, dass einige Biere lediglich mit einem weihnachtlichen Etikett geschmückt werden, sonst aber ein anderes Bier beinhalten. Bewertung: 3,43 Vertriebsinfo: Iversen , Uetersen, Tel: 04122-7055 |
Vollständige
Bewertungen
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In unserer ersten Verkostung haben wir noch erheblich größere Bewertungsunterschiede gehabt. Das mag einerseits daher rühren, dass wir einen recht breiten Querschnitt durch die meisten deutschen Biersorten gemacht hatten, wo die geschmacklichen und qualitativen Unterschiede schon manchmal dramatisch sein können. Andererseits merken wir wohl jetzt auch, dass es uns massiv an Übung fehlt, feine Nuancen innerhalb einer Sorte zu erhaschen. Bei der Sorte Dunkel ist auffällig, dass die beiden reinrassigen Klosterbiere (Weltenburger und Andechs) nicht so gut abgeschnitten haben. Oft erwähnte Kommentare zu den Bieren war labrig, wässrig und langweilig. Beim Postwirt’s Dunkel schieden sich die Geister ein wenig, wo einige einen „ungewöhnlichen“ Geschmack geortet hatten, hat eine Person das Aroma von Quitte erkennen können. Bei den Weihnachtsbieren kann man wirklich nicht von Gewinnern und Verlierern sprechen – so nah lagen die Bewertungen. Kurios ist das schlechte Abschneiden des Herforder Weihnacht und des Eiszäpfle. Viele von uns hat gemäß der Kommentare auch Schwierigkeiten zu erkennen, wo das weihnachtliche in diesen Bieren steckte. |
Gewinner
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Biersorte
Mai-Bock Bewertung: 3,40 Vertriebsinfo: Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
Biersorte
Fastenbiere
Pikantus Dunkler Weizenbock Bewertung:
3,55
Vertriebsinfo: Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
Vollständige
Bewertungen
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Wir
waren ja eine illustre Sammlung von Leuten bei dieser Verkostung.
Auffallend war, dass von jung bis alt wirklich alles vorhanden war.
Dementsprechend gemischt sind auch die Bewertungen für die Biere
ausgefallen, allerdings erfreulicherweise nicht unfundiert - man merkt
an den Kommentaren, dass alle Probierenden wirklich Spass damit hatten,
sich mit den Bieren geschmacklich auseinander zu setzen.
Auffallend ist auch die vermeintliche Objektivität mit der die Biere verkostet wurden. Z.B. hat der Lokalfavorit unter den Mai-Bock (Einbecker) nur im Mittelfeld gelegen, wenn auch nur knapp durch Hofbräu Mai-Bock und den alkoholstarken Mai-Bock Altenmünster geschlagen. Bei den Fastenbieren liegen die Plätze 1 bis 3 auch relativ nahe beieinander. Es ist auch anzunehmen, dass die Bewertungen relativ unbeeinflußt von der Aufmachung der Biere sind, denn bei der drangvollen Enge sah man nach Einschenken eher zu sich mit seiner ergatterten Proben in einer stilleren Ecke auseinander zu setzen. Kurioserweise hat ein vermeintlich ähnliches Bier zum Gewinner in dieser Kategorie (Brauerei Hopf) mit dem letzten Platz in dieser Kategorie nicht wirklich mithalten können. |
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Andechser Weissbier Der
letzte rollt das Feld von hinten auf…
somit könnte widerlegt sein, dass aufgrund von Probiermüdigkeit
die Bewertungen zunehmend schlechter ausfallen. Mit inzwischen 110.000
HL pro Jahr ist der „Andechser“ zwar immer noch eher im unteren Bereich
der vorgestellten Brauereigrößen… vielleicht lag es aber auch daran,
dass dieses Bier mit 5,5% die Liste anführte.Laut der verbalen Bewertung basiert das gute Abschneiden möglicherweise auf den hohen Bekanntheitsgrad dieser Brauerei. Vornehmlich lag es aber an Bemerkungen, wie harmonisch, frisch, spritzig und nicht letztlich an dem erfreulich übersichtlich gestalteten Etikett. Eine brandneue Meldung: Der neue Abt Johannes Eckert des Andechser Klosters macht sich stark für mehr Spiritualität. Prior Bilgri (so steht es im Hamburger Abendblatt vom 26.6.04), der maßgeblich für den geschäftlichen Erfolg des brauenden Klosters in den letzten 15 Jahren verantwortlich war, wurde –so wörtlich– entmachtet. Bewertung:
1,95
Iversen, Uetersen,
Tel: 04122-7055Vertriebsinfo:
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Maisel's Weisse
Mit Maisel’s Weisse
ist
sicherlich eine weitere
Bekanntheitsperle als 2. Gewinner erkoren worden. Allerdings ist die
Perle inzwischen ein wenig verblasst, so war vor vielen Jahren dieses
fränkische Weißbier erheblich bedeutender als die südlich der Donau
gelegenen vermeintlich originaleren anderen Weißbiere. Die Bewertungen orientiert sich hier unterschwellig auch an dem Bekanntheitsgrad - fiel aber sonst nicht so eindeutig positiv aus, wie beim Andechser. Auch wurde die Frische positiv hervorgehoben. Bei der Präsentation meinte einer „man hätte sich vertan“, ein andere hob die ländliche und erfreulich (regional gesprochen) unpatriotische Art hervor. Es wurde von zwei Leuten wurde der auffällig alkoholische Geschmack angemerkt. Bewertung: 2,36 Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
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Die Bewertungen konzentrierten sich stark
auf Eckcharakteristika, wie
Frische, Spritzigkeit, das typische Bananenaroma, sowie auf die
geschmackliche Ausgewogenheit, gerade in Hinblick auf die Säure. So
waren dies auch immer die wichtigsten Kriterien, die die Bewertungen
variieren ließen.
Das Augustiner ist sicherlich nicht wegen
seines ansprechenden Designs auf den 3. Platz gekommen, sondern weil es
in den Schlüsselkategorien Geruch und Geschmack überzeugend war. Das Kuchlbauer schien nach einer Reihe von recht
trockenen Bieren gerade durch seine Restsüße punkten zu können. Das
Wieninger ist als leichtestes von den 10 Bieren immerhin auf den 6.
Platz gekommen, so dass wohl noch ein paar andere Kriterien zählten,
als die die durch den Alkohol begünstigt werden. Abgeschlagen (schon wieder muss man sagen), dass Rothaus Bier. Die Preispolitik, bzw. die Überzeugung, die die Firmenführung bezüglich der Güte des Produkts ausstrahlt, scheint nicht im Einklang mit unseren Bewertungen zu stehen. |
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Schwarzbier
Mönchshof Schwarzbier Mit einer Bewertung
von 2,03 in der Gesamtwertung hat dieses Bier in dieser Kategorie klar
vor den vermeintlich authentischeren aus den neuen Bundesländern
den ersten Platz abgeräumt. Mit einer sicherlich eher unerwarteten Frische, die stellenweise an ein gewisses Citrusaroma erinnerte, lobten einige den erfrischenden Charakter dieses Bieres. Dieses Bier ware in vielen Aspekten gut ausgewogen, bot eine angenehme Hopfennote, ist fein und weich im Geschmack und hat Anklänge von Toffee. Im Abgang verbleibt etwas Bittere, die aber nicht unangehm nachhängend, bzw. sich mit dem Konsum stärker aufbaut. Die Präsentation, bzw. Ausstattung des Produkts könnte man als gemischt bezeichnen. Einerseits wird mit einer relativ detailgenauen Darstellung eines Braukessels das Einerlei von geschwungenen Logos und altdeutscher Schrift durchbrochen, andererseits wird eine traditionell gedachten Bügelverschluß-Flasche benutzt. Der dicke Mönch als Logo bedient leider eines der üblichen Klischees. Hier, wie auch bei dem anderen Kategoriesieger fällt auf, dass die Bewertung für den Gesamteindruck einhergeht mit der Bewertung für den Geschmack. Somit wird die Wichtigkeit der Geschmackbewertung sicherlich unterstrichen. Bewertung:
2,03
Iversen, Uetersen,
Tel: 04122-7055Vertriebsinfo:
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Winter-Festbiere
Weltenburger-Wintertraum Hier
haben wir einen
vielversprechenden Titel von einer prestigreichen Brauerei. Mit einem
Alkoholgehalt von 5,4% war dieses Bier nicht gerade im oberen Spektrum
in dieser Kategorie und hat somit bewiesen, dass Alkoholstärke
nicht unbedingt zu schmackhafteren Bieren führt. Während das Bier in der Gruppe Präsentation, sprich Etikett und Aufmachung am schlechtesten von allen abschnitt, war es einhergehend zur guten Gesamtbewertung auch im Geschmack vorne. Etwas Süße, etwas Bittere schienen harmonisch genug, um den Durchschnitt zu überzeugen. Im Abgang hatte dieses Bier fast eine belgische Fruchtigkeit, was für untergäriges Bier nicht typisch sein sollte. Vielleicht hat die Hefe exotische Arbeit geleistet, die auf jeden Fall bei den Verkostern gut ankam. Die Präsentation, genauer hier das Etikett versprüht einen gewissen winterlichen Flair. Die Flasche ist die populäre schlanke NRW-Flasche als 0,5 Ltr. Version. Bewertung: 2,36 Iversen, Uetersen, Tel: 04122-7055 |
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Vollständige |
Bewertungen |
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Schwarzbier
Nach dem klaren
Sieger aus Franken wurden die beiden größeren ostdeutschen
Marken auf die Plätze verwiesen, wobei zwischen dem Produkt mit
ländlichem Charme einer Berliner Großbrauerei und dem wohl
bekanntesten Schwarzbier der Republik wenig unterschiedlich bewertet
wurde. Nur der Schaum beim Köstritzer wurde stark abgestraft.
Einige Leute waren enttäuscht von der geschmacklichen Qualität der Köstritzer, bzw. des Dinkelacker Schwarzbieres. Eine Sonderstellung nahm sicherlich das "Bier" der Neuzeller Klosterbrauerei ein. Zwei Leute hatten sich geweigert dieses Produkt zu bewerten, denn es stelle ja kein Bier dar. Die Geschichten um dieses Vor-Reinheitsgebot-Rezept ranken üppig, so sagt man, dass dieses Produkt nicht als Bier bezeichnet werden darf, trotzdem prangt die Bezeichnung "Schwarzbier" auf dem Fronstetikett. Vielen Verkostern war das Bier zu süß. Bittere (Kaffeearoma) und Süße sind ausgeprägt, aber präsentieren sich eher nebeneinander und weniger harmonisch miteinander. Allerdings hat es eine Menge Geschmack für lediglich 3,9% Alk. Vol. |
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Winter/Festbier
Winterbier ist eine
eher emotionale Biersorte, die sich an einer kalten Jahreszeit
orientiert und die Biere auf den Markt bringt, die winterliches Flair
vermitteln sollen. In der Regel orientieren sich diese Produkte an der
Biersorte (Oktober)Festbier, bzw. Märzen.
Gerade rechtzeitig auf den Markt kam damit das Flensburger Winter-Bock, mit 7% ein mächtiger Gegner bei den sonst vergleichsweise schmächtigen 5,5%ern der Festbiere. Allerdings waren die Meinung hier geteilt, einige lobten es hoch, andere waren von beiden Bock-Bieren eher enttäuscht. Für 7% Alk. war der Geschmack beim Flensburger Winter-Bock eher mäßig. Das Winter-Böckle war fast unangenehm süß. Beim Veldensteiner Festbier fiel so einigen ein recht markanter Geruch auf - ein möglicher Fehlton? Auf jeden Fall war dieser dann wohl auch für das schlechte Abschneiden dieses Bieres verantwortlich. |
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Mild
Flensburger "Gold" Flensburger "Gold"
ist wirklich ein Hingucker: In diesem Produkt vereinen sich Corporate
Identity und ein vermeintlich jugendliches Produkt. Heraus kam eine
kuriose Mischung aus einer Bügelverschlußflasche, die ja
prinzipiell Traditionsnähe signalisieren soll, und inhaltlich ein
Produkt, was eigentlich in Hinrichtung des legeren, jugendlichen
Konsums tendieren soll. Dies ist möglicherweise ein wichtiger
Punkt gewesen, der die relativ positive Gesamtbewertung
beeinflußt hat. Weiterhin fiel das Bier durch seine ausgeprägt hopfenbeeinflußte Bittere auf, was für ein Mild alleine vom Namen her nicht wirklich passend ist, aber es scheint hier geschmacklich eine Anlehnung an das Pilsner der Brauerei stattgefunden zu haben. Insofern läßt sich abschließend sagen, dass dieses Produkt eher der Linie der Brauerei (optisch und geschmacklich) treu geblieben ist, als dem noch abstrakten Ideal hinterher zu brauen, was ein Mild wohl darstellen soll... das kam bei unseren Verkostern wohl gut an, allerdings entsprach es nicht ganz den Vorgaben der Bewertung, wie TYPSICH das Bier entsprechnd der Biersortenbeschreibung "Premium American Lager" ist. Bewertung:
2,90
Riepen Getränke
(Preis: 10,49 Euro pro 20er Kasten)Vertriebsinfo:
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Pilsner
Beck's Ganz
im Gegensatz zum Gewinner der Gruppe Mild, wo wohl gerade die
hopfenbittere Note ausschlaggebend war, hat sich bei den Pilsnern das
vermeintlich "mildeste" durchgesetzt. Auch hier die Aufmachung (grüne Flasche und das besonders klar und übersichtlich gestaltete Etikett) gegenüber den anderen Bieren positiv auf. Ansonsten zeigte das einzige Produkt in dieser Reihe, welches sich nicht als Pilsner titulierte, wohl die gewünschten, bzw. notwendigen sensorischen und optischen Merkmale auf, die man sich in dieser Sorte wünscht: angenehme Vollmundigkeit und eine angenehme Grundbittere durch den Hopfen. Bewertung:
2,60
Riepen Getränke (Preis: 12,99 Euro pro 24er Kasten) |
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Vollständige |
Bewertungen |
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Mild
Unsere
Kampagne für gutes Bier e.V. ist möglicherweise weder absolut
(im Sinne
von Probiererfahrung) noch statistisch gesehen derzeit
aussagekräftig genug,
aber man kann mit Vorsicht sagen, dass ein Sieg mit 2,90 in dieser
Sorte/Kategorie darauf hindeutet, dass die ganze Sorte Mild nicht
wirklich gut ankam bei unseren Verkostern. Sind diese Biere zu
filigran, bzw. zu nichtssagend oder mangelt es diesen Produkten an
biertypischem Profil, was man sonst bei einem Bier erwartet?
Ein Mild sollte laut Sortenbeschreibung "Premium American Lager" eigentlich durchweg neutral und unaufdringlich sein. Dazu gehören mögliche Charakteristika, wie wenig Vollmundigkeit, relativ hohe Perligkeit/Rezenz (damit es frisch wirkt) und kein merkliches Hopfenaroma - kurzum, ein Bier, was erfrischt und gut 'runtergeht. Geschmackliche Neutralität erfüllten fast alle, bis auf den Gewinner. Das Krombacher Extra-Mild und Bit Sun erschienen vielleicht an Hauch zu vollmundig, wobei das erste fast einen aufdringlich malzig/alkoholischen Ton hatte. Bei allen Produkten (bis auf den Gewinner) konnte man nicht durchweg ein Bekenntnis zur Corporate Identity erkennen, was bei den großen Brauereien in Deutschland ja immer sehr ausgeprägt ist (sprich: ein Produkt beworben, mehrere wiedererkannt). Schade, dass das Holsten Knight nicht ein wenig besser abgeschnitten hatte, denn hier konnte man eine erfrischende Rezenz und geringe Vollmundigkeit erkennen (fast adstringierend - d.h. mundtrocknend). Außerdem benutzt Holsten bei diesem Produkt selbstklebende Etiketten (nicht geleimte), die erheblich mehr Gestaltungsmöglichkeiten auf der Flasche ermöglichen. Möglicher Nachteil: gehen in der brauereieigenen Spülmaschine in der Vorbereitung zum Wiederbefüllen wohl erheblich schwerer von der Flasche. Der Alkoholgrad hat das homogene eines Pilsners (fast immer bei 4,8%), wobei das Holsten Knight Premium eine merkliche Ausnahme mit 5,2% machte, was sensorisch aber gut kaschiert war. |
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Pilsner
Es gehört schon
eine gehörige Portion Selbstbewußtsein dazu in Deutschland
sein Produkt NICHT Pilsner zu nennen und immer noch zu erwarten, dass
man es zumindest mittelmäßig gut verkaufen kann. Da dem
geneigten Verbraucher leider keine verlässliche Definition zur
Verfügung steht, was ein Pilsner (z.B. in Abgrenzung zu einem
anderen untergärigem hellen Bier) tatsächlich ist, ist der
Brauerei quasi fast freigestellt, was diese als Pils titulieren und dem
Verbraucher präsentiert sich im Extremfall ein Produkt, was nicht
mehr ist als ein helles, untergäriges Bier mit ca. 4,8% und was
etwas Bittere aufweist - kein Wunder, dass diese Sorte
massenpopulär ist, bei so wenig Charakterausprägung.
Je unauffälliger, desto anfälliger ist ein solches Produkt für Methoden der marginalen Unterscheidung, wie es z.B. die Bezeichnung Premium darstellt. Premium suggeriert gehobene Qualität, allerdings sollte auch verlässlich kommuniziert werden, warum ein Produkt dieses Label verdient. Das ist gerade bei den Pilsnern nicht zu erkennen. Es fällt vielleicht eine einfach verständliche Unterscheidung, wie z.B. Helles, Export und Export Spezial, die sich zumindest einigermaßen nachvollziehbar in ihrer Stammwürze unterscheiden. Wie oben erwähnt, hat der Sieger in dieser Kategorie gerade durch seine auffällige Aufmachung UND durch seine harmonische geschmackliche Art dieses Feld dominiert. Gerade in Bezug auf die Aufmachung hat man faktisch keinen eklatanten Unterschied zwischen z.B. dem Krombacher Pils und dem Bitburger Premium Pils finden können, selbst der Einsatz der Schriftzüge und die Gestaltung des Kronkorkens waren sich fast zum Verwechseln ähnlich. Das Flensburger Pilsner überzeugte gerade durch seine erwartet ausgeprägte Hopfenbittere und wies einen ausgeprägt haltbaren Schaum auf. Praktisch alle anderen Biere zeigten wenige Unterschiede. Das Krombacher war farblich etwas dunkler, das Bitburger und Holsten zeigt ein wenig Hopfenaroma im Geruch, ansonsten waren alle durch eine eher durchschnittliche geschmackliche Grundbittere geprägt. Krombacher und Bitburger wirkten geschmacklich etwas leichter, während Holsten und Beck's vollmundiger wirkten. Der Pilsner-Alkoholgrad ist erschreckend gleich - hier machte lediglich das Beck's mit 4,9% Alk.. Vol. eine kleine Ausnahme. |
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Hier brechen wir
wieder ein wenig aus unserem bisherigem Schema der 5-Punkte-Skala aus
und nutzen ein aus der Weinwelt abgewandeltes und gewichtetes
20-Punkte-Schema. Bei der Bewertungen der drei Pilsner an diesem Abend hat es keine wirklichen Überraschungen gegeben. Das Jever wird seiner gehobenen Reputation gerecht, aber nur knapp gefolgt von dem Holsten/Carlsberg-Konzern Produkt Lübzer Pilsner. Auch liessen sich keine Verschiebungen oder sonstige Aufälligkeiten innerhalb der Einzelkategorien im Vergleich zur Aufsummierung erkennen. |
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Die bayrische Weisse
war in dieser Kategorie nicht so komplett bayrisch... zumindest das
Produkt
Schöfferhofer entstammt nicht einem bayrischen Territorium,
sondern der Radeberger Gruppe (ex-Binding Gruppe) aus Frankfurt. Ob dies für das schlechte Abschneiden bei der Verkostung maßgeblich war, dafür gibt es keine gefestigten Erkenntnisse - ansonsten gibt es wenig Unterschied zu dem 2. Sieger. "Fair" ist sicherlich, dass die "Mutter aller bayrischen Weizenbiere" gewonnen hat. Kurios ist allerdings die recht guten Noten in zwei Schlüsselbewertungen Geschmack und Gesamteindruck der Hacker-Pschorr Weisse von 4,8 und und 4,2 respektive. |





Am 20.3.2006 haben wir in der Gaststätte TRUDE
auf dem
Gelände des Hamburger Museums der Arbeit eine Starkbierverkostung
mit dem Titel "Bockbier und Bock(bier)wurst - eine vergessene Liaison"
veranstaltet. Nach diversen Verkostungsveranstaltungen, die sich
maßgeblich um das Thema einer vergleichenden Verkostung drehten, haben
wir mit dieser Veranstaltung eine erste (wenn man so
möchte) Populärveranstaltung organisiert. Inspiriert durch
die historische Tatsache, dass Bockwurst im Ursprung sich Bockbierwurst
nannte (da sie bevorzugt zum Bockbier gegessen wurde) haben wir
eine
Starkbierverkostung mit einem Angebot von Bock(bier)würsten
kombiniert. | Biermarke |
%
Alk. Vol. |
| Einbecker
Mai Ur-Bock |
6,5 |
| Hofbräuhaus
HB Maibock |
7,2 |
| Jever
Mai Bock |
7,4 |
| Altenmünster
Maibock (Allgäuer Brauhaus) |
7,5 |
| Frühlingsbock
(Crailshaimer Engel -Bräu) |
7,2 |
| Andechser
Doppelbock Dunkel |
7,1 |
| Paulaner
Salvator |
7,5 |
| Aventinus
Weizenstarkbier (Brauerei Schneider) |
8,2 |